Zielsicher Modetrends erkennen, die zu Ihrer Marke passen

 

Die richtigen Trends für seine Kollektion zu erkennen, scheint immer noch etwas mit Glücksspiel oder Magie zu tun zu haben. Denn in der Modebranche hat die Kollektionsentwicklung eine Vorlaufszeit von neun Monaten bis zu zwei Jahren. Soweit im voraus die Themen für seine Kollektion festzulegen, ist eine große Herausforderung.

Nach welchen Kriterien Sie die Trends von morgen für Ihre Marke erkennen, darum geht es in diesem Artikel. Außerdem erfahren Sie:

  • Was sind Trends?
  • Wie entstehen Trends überhaupt ?
  • Wo können Sie sich über Trends informieren?
  • Wie können Sie zielsicher Modetrends erkennen, die zu Ihrer Marke passen?

 

Was sind Trends ?

Das Wort Trend wird mit „Wandlungsprozess“ oder „Veränderungsbewegung“ umschrieben. Trends spiegeln das Lebensgefühl der Menschen wieder und sind in allen Bereichen des Lebens wie Gesellschaft, Politik, Umwelt oder in der Konsumwelt zu finden. Dabei unterscheiden sie sich in ihrer Tiefe und Zeitdauer. Megatrends durchziehen sämtliche Bereiche über Jahre hinweg.

Fast Fashion-Trends, die gerne von vertikalen Ketten wie H&M oder Zara aufgegriffen werden, überdauern mal eben ein halbes Jahr; Modetrends wie die Bikerjacke oder Slim Fit-Hose können zehn Jahre und länger anhalten.

Aus dem Megatrend zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein enstehen Trends wie Upcycling und Zero Waste. Wie wirkt sich dieser Trend auf die Mode und Sportbekleidung aus? Hier ein paar Beispiele:

  • Zum Schutz der Meere entwickelte der Stoffhersteller A.Sampaio ein Funktionsmaterial aus recyceltem Plastikmüll, das unmittelbar vom Meeresboden stammt. Damit gewinnt er den Eco Performance Award. Lesen Sie hier mehr dazu
  • Die Performance Days April 2017 widmen sich dem Thema „Biodegradable – Back to nature “ . Vorgestellt wurden neueste Funktionsstoffe, die kompostierbar sind und durch schnellere Verrottung die Umwelt nicht so sehr belasten wie jetzt.
  • Um der Überproduktion von Bekleidung entgegenzuwirken, entstehen immer mehr Modelabel, die entweder nachhaltige Mode anbieten oder bereits vorhandene Kleidung zu neuen Modellen „upcyceln“.

 

Zielsicher Modetrends erkennen: Kompostierbare Funktionsstoffe
Performance Days April 2017, Biodegradable Textiles

 

Wie entstehen Trends?

Grob zusammengefasst:

  • Auf der Straße. Als Ausdrucksmittel der Jugend-und Subkultur inspirieren sie Modedesigner und werden von diesen gesellschaftsfähig gemacht (Bubble-Up-Effekt) Beispiel: die Punkbewegung.
  • Durch den Stil der großen Modeschöpfer wie z.B. Coco Chanel, Gaultier oder Alexander McQueen: mit dem Trickle-Down-Effekt wandeln vertikale Ketten großer Designerlabel um in kommerzielle Mode für die breite Masse.

Die Masse folgt erst mal lieber Trends, die noch vertraute Elemente beinhalten, also eher konventionell ist, um nicht aufzufallen, denn der Mensch verfügt über einen natürlichen Nachahmungstrieb.
Dabei ist es so, dass das, was anfangs als total hässlich empfunden wird, plötzlich als hip gilt, wenn es von prominenten Personen getragen und zum Kultobjekt wird. Früher waren diese Prominente eher Schauspieler oder Musiker, bekannt aus Film und Fernsehen. Heute sind es Influenzer, die mittlerweile sogar auch Mode machen.
Durch ihre starke Präsenz in den sozialen Medien lassen sich Trends in Sekundenschnelle an ein riesiges Publikum weltweit transportieren. Like or don´t like.
Und werden als Marketingstrategie mit ins Boot geholt von Online-Platformen wie ASOS, um gemeinsam die erste Influenzer-Kollektion „Collusion“ zu kreiieren.

 

Wo können Sie sich über Modetrends informieren?

Die Modetrends werden immer noch saisongebunden präsentiert, d.h. es gibt die Frühjahr/Sommermode und die für Herbst/Winter. Dazu bieten viele Marken Zwischenkollektionen an zu bestimmten Themen wie PreFall, Resort oder Back to school.

Im Sportbereich sind die Saisons an die Sportarten gebunden. Diese haben ihre eigenen Farbwelten, die wiederum von Modetrends beeinflusst werden, dabei aber etwas mehr Vorlauf haben.

  • In Fachzeitschriften zum Thema Trend, Trendbüchern der internationalen Trendbüros wie Trendunion oder Promostyl; bei Online Trendagenturen WGSN oder Fashionsnoops
  • Durch Besuch der für Ihre Marke relevante Messen wie z.B. ISPO oder Performance Days, Berlin Fashion Week, Munich Fabric Start, Première Vision
  • Trendrecherche in inspirierenden Großstädten
  • Bei Ihrem Designer, der ein für Ihre Marke passendes Trendkonzept entwickelt mit Moodboard, Farbkarte, Keystyles und Designdetails

 

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Ihre Daten sind bei mir sicher. Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

 

Wie können Sie zielsicher Modetrends erkennen, die zu Ihrer Marke passen?

Bevor Sie mit einer Kollektion starten, haben Sie sich idealerweise überlegt, für welche Zielgruppe diese sein soll und welche Kollektionsphilosophie dahintersteht. Wenn Sie sich mit Trendthemen auseinandersetzen, folgen Sie diesen nicht blind, sondern filtern Sie diese immer für Ihre Marke vor. Und zwar nach folgenden Kriterien:

  • Fühlt sich meine Zielgruppe von dem Thema angesprochen?
  • Unterstreicht es meine Kollektionsphilosophie?
  • Sind in dem Trendthema die Farben enthalten, die ich brauche?
  • Sind Farben für klassische Modelle enthalten bzw. für Unterteile oder ist das eher etwas für z.B. Beachwear?
  • Habe ich professionelle Unterstützung, also interne Produktentwickler und Lieferanten, die Material, Passform, Funktionalität zu einem überzeugenden Produkt umsetzen können ? Beispiel:Seamless-Bekleidung
  • Passt das Thema zu meinem Kollektionsrythmus? Beispiel: ein Fast Fashion-Trend eignet sich nicht für Kollektionen, die länger als ein Jahr laufen. Hier ist es wichtig, auf langlebiges Design zu setzen.
  • Passt das Produkt ins Preissegment meiner Marke?
  • Ist der Trend bereits von Mitbewerbern aufgegriffen worden?
  • Reicht meine Vorlaufzeit aus, um den Trend rechtzeitig auf den Markt zu bringen, oder ist das Thema dann schon out?

Wenn Sie diese Punkte befolgen, vermeiden Sie, hinterher ein Produkt zu haben, was sich nicht verkaufen lässt. Weil es an Ihrer Zielgruppe vorbeigeht oder nicht zu deren Geldbeutel passt.
Weil Umsetzung und Materialien für den Endverbraucher nicht anziehend genug sind. Oder zu spät auf den Markt kommt, wenn es bereits alle anderen haben.

Mein wichtiger Tipp:

Halten Sie täglich die Augen offen für alle Entwicklungen um Sie herum und beobachten Sie kontinuierlich den Markt, um die Trends zu erkennen, die zu Ihrer Marke passen.

Bei mir funktioniert es so: ich scanne permanent meine Umgebung auf der Suche nach schönen Farben, Formen und ästhetischen Zusammenhängen. Diese Inspirationen halte ich oft Foto fest, die Ausgangspunkt sein können für neue Moodboards und Ideen.  Mein „Scanner“ in Kombination mit der großen Erfahrung als Designerin im Mode-und im Sportbereich ergeben die Intuition, die mich erkennen lässt, was neu ist oder anders. Was ein Trend werden könnte und welcher davon zu meinem jeweiligen Kunden passt.

Sie sind unsicher, welche Themen sich für Ihre Kollektion eignen und welche nicht? Schicken Sie mir Ihre Ideen und wir tauschen uns darüber aus. Von mir bekommen Sie dann Vorschläge, welche Trendthemen zu Ihrer Marke passen. Diese arbeite ich dann zu einem auf Sie zugeschnittenen Trendkonzept aus: je nach Wunsch mit Farbkarte, den wichtigsten Styles und Designdetails.

Hier können Sie ein kostenloses 20-minütiges Kennenlerngespräch buchen, um erste Fragen zu klären.